Unterhaltsschaden

Hinterbliebene eines getöteten Unfallopfers, die gesetzlich berechtigt sind, Unterhalt zu beziehen, dürfen wegen des Schadens, den sie durch den Tod des zum Unterhalt Verpflichteten erlitten haben, vom Unfallverursacher einen Ersatz verlangen. Dieser übernimmt mit einer Geldrentenzahlung quasi die Unterhaltspflicht des Getöteten.
Dauer und Höhe des Anspruchs richten sich danach, wie ihr Unterhaltsanspruch gegenüber dem Getöteten im Einzelnen gesetzlich geregelt ist.
Die Unterhaltsberechtigten sind nach den Grundsätzen der Naturalrestitution so zu stellen, wie sie nach dem Gesetz gestanden hätten, wenn der Unterhaltspflichtige nicht getötet worden wäre.

Beispiel:
Der allein verdienende Familienvater A wurde bei einem Unfall ohne eigenes Verschulden getötet. Herr A hinterlässt seine gesundheitsbedingt arbeitsunfähige Ehefrau und drei schulpflichtige Kinder.
Der Unfallverursacher bzw. dessen Versicherung schulden der Ehegattin des Herrn A und dessen Kindern Unterhalt nach den gesetzlichen Vorschriften, wobei im Grundsatz von den Einkommensverhältnissen des Getöteten auszugehen sein wird.

Hinweis:
Nach einem tödlichen Personenschaden sollten unterhaltsberechtigte Hinterbliebene umgehend ihrer Rechte gegenüber dem Unfallverursacher von einem versierten Verkehrsrechtler prüfen lassen.

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