Geschädigtenrente / Schmerzensgeldrente

Dem durch einen unverschuldeten Verkehrsunfall Geschädigten kann in Ausnahmefällen die Zahlung einer Schmerzensgeldrente durch den Unfallverursacher zustehen. Dies ist der Fall, wenn der unfallbedingte Personenschaden absehbar dauerhaft die schwersten Folgen haben wird und somit einen lebenslangen Leidensdruck für den Verletzten bedeutet.
Davon ist insbesondere dann auszugehen, wenn die Verletzungen stets aufs Neue Schmerzen hervorrufen bzw. Einschränkungen wie etwa eine Behinderung verursachen, die immer wieder an den schweren Unfall erinnern.

Beispiel:
Herr A wurde bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall so schwer verletzt, dass er nach mehreren Operationen (u. a. am zentralen Nervensystem) vollständig erblindet.
Bei der Bemessung des Schmerzensgeldanspruchs des Herrn A gegenüber dem Schädiger wird Herrn A neben einer konkreten Schmerzensgeldzahlung wegen des lebenslänglichen, erheblichen Dauerschadens des Erblindens eine angemessene Schmerzensgeldrente zu gewähren sein.

Hinweis:
Zur Geltendmachung eines Schmerzensgeldes infolge Personenschadens sollte der Geschädigte grundsätzlich einen versierten Rechtsanwalt beauftragen, insbesondere um Waffengleichheit im Verhältnis zur einstandspflichtigen Versicherung des Unfallverursachers zu schaffen.

Siehe auch:
Schmerzensgeld, Heilbehandlungskosten, Besuchskosten

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