Gerichtsurteile: Verjährung

  

Bundesgerichtshof, Urteil vom 9. Januar 2007, Az.: VI ZR 139/06

Zusammenfassung: § 3 Nr. 8 Pflichtversicherungsgesetz ist nicht entsprechend anzuwenden, wenn ein Unfallgeschädigter oder sein Rechtsnach-folger wegen unstreitiger Verjährung des Direktanspruchs gegen den Haftpflichtversicherer des Schädigers nach Ablauf von zehn Jahren (§ 3 Nr. 3 Satz 2 Halbsatz 2 Pflichtversicherungsgesetz) ausschließlich den Schädiger verklagt.

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Bundesgerichtshof, Urteil vom 28. November 2006, Az.: VI ZR 196/05

Zusammenfassung: Für den Beginn der dreijährigen Verjährung gemäß § 852 Abs. 1 BGB a.F. ist hinsichtlich des Tatbestandsmerkmals "Kenntnis" bei Behörden und juristischen Personen des öffentlichen Rechts auf die positive Kenntnis des für die Vorbereitung und Verfolgung des Regressanspruchs zuständigen Bediensteten abzustellen.

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Bundesgerichtshof, Urteil vom 17. Februar 2004, Az.: VI ZR 429/02

Zusammenfassung: Die Hemmung der Verjährung wegen schwebender Verhandlungen zwischen den Parteien wird durch die Erklärung, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt auf die Erhebung der Einrede der Verjährung zu verzichten, grundsätzlich nicht berührt. BGH, Urteil vom 17. Februar 2004 - VI ZR 429/02 - OLG Frankfurt/Main, LG Marburg.

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Bundesgerichtshof, Urteil vom 7. Oktober 2003, Az.: VI ZR 392/02

Zusammenfassung: Der versicherte Schädiger, der die Schadensregulierung seinem Haftpflichtversicherer überlässt, muss die von diesem in einem mit einer Krankenkasse vereinbarten Teilungsabkommen abgegebene Erklärung, auf die Einrede der Verjährung werde auch nach Überschreiten des Limits verzichtet, jedenfalls soweit gegen sich gelten lassen, als die dem Versicherungsvertrag zugrundeliegende Versicherungssumme nicht überschritten wird. BGH, Urteil vom 7. Oktober 2003 - VI ZR 392/02 - Oberlandesgericht Köln, Landgericht Aachen.

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Bundesgerichtshof, Urteil vom 24. Juni 2003, Az.: VI ZR 256/02

Zusammenfassung: Ein mit seiner Klage auf Schadensersatz gegen den Versicherer "nur" wegen Verjährung (§ 3 Nr. 3 Satz 2 Halbsatz 2 PflVG) abgewiesener Geschädigter kann nicht mehr mit Erfolg gegen den Schädiger klagen. BGH, Urteil vom 24. Juni 2003 - VI ZR 256/02 - Oberlandesgericht Hamm, Landgericht Essen

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Bundesgerichtshof, Beschluss vom 28. Januar 2003, Az.: VI ZB 29/02

Zusammenfassung: Die beim Faxgerät eines nicht sachlich zuständigen Gerichts eingehende Berufungs-schrift ist nicht bereits zum Zeitpunkt des Empfangs bei dem anderen Gericht fristwahrend eingegangen. Für den rechtzeitigen Eingang kommt es darauf an, wann das zuständige Gericht die tatsächliche Verfügungs-gewalt über das eingegangene Schriftstück erhält.

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Bundesgerichtshof, Urteil vom 28. Januar 2003, Az.: VI ZR 263/02

Zusammenfassung: Zur Verjährung von Schadensersatzforderungen nach einem Abfindungsvergleich (Fort-führung der Rechtsprechung BGH, Urteile vom 29. Januar 2002 - VI ZR 230/01 - Versicherungsrecht / Zeitschrift für Versicherungsrecht, Haftungsrecht und Schadensrecht 2002, 474, 475; vom 8. Dezember 1998 - VI ZR 318/97 - Versicherungsrecht / Zeitschrift für Versicherungsrecht, Haftungsrecht und Schadensrecht 1999, 382, 383; vom 26. Mai 1992 - VI ZR 253/91 - Versicherungsrecht / Zeitschrift für Versicherungsrecht, Haftungsrecht und Schadensrecht 1992, 1091, 1092). BGH, Urteil vom 28. Januar 2003 - VI ZR 263/02 - Oberlandesgericht Frankfurt a.M., Landgericht Wiesbaden.

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Bundesgerichtshof, Urteil vom 26. Februar 2002. Az.: VI ZR 288/00

Zusammenfassung:

a) Von einem abstrakten Schuldanerkenntnis im Sinne der §§ 780, 781 BGB a.F. kann im Zweifel nicht ausgegangen werden, wenn in einer Vereinbarung zwischen dem Geschädigten und dem auf Schadensersatz in Anspruch Genommenen über dessen Haftung auf den Schuldgrund ausdrücklich hingewiesen wird.

b) Auch ein deklaratorisches Schuldanerkenntnis kann gemäß § 218 Abs. 2 BGB a.F. zu der vierjährigen Verjährungsfrist des § 197 BGB a.F. führen, wenn die zwischen den Parteien geschlossene Vereinbarung den Anspruchsteller klaglos stellen und ein rechtskräftiges Feststellungsurteil im Sinne des § 218 Abs. 1 BGB a.F. ersetzen sollte.

c) Die dreijährige Verjährungsfrist des § 852 Abs. 1 BGB a.F. gilt nur für das Stammrecht, nicht dagegen für die aus dem Stammrecht fließenden weiteren Ansprüche auf Ersatz des Verdienstausfallschadens; dabei handelt es sich um Ansprüche auf wiederkehrende Leistungen, für die (unmittelbar) die vierjährige Verjährungsfrist des § 197 BGB a.F. gilt (im Anschluss an das Senatsurteil vom 30. Mai 2000 - VI ZR 300/99 - Versicherungsrecht / Zeitschrift für Versicherungsrecht, Haftungsrecht und Schadensrecht 2000, 1116).

d) Zur Frage der Hemmung der Verjährung durch das Schweben von Verhandlungen im Sinne von § 852 Abs. 2 BGB a.F zwischen dem Ersatzpflichtigen und dem Ersatzberechtigten. BGH, Urteil vom 26. Februar 2002 - VI ZR 288/00 - Oberlandesgericht Frankfurt a. M., Landgericht Frankfurt a. M.

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Bundesgerichtshof, Urteil vom 29. Januar 2002, Az.: VI ZR 230/01

Zusammenfassung: Ein Abfindungsvergleich, in dem eindeutig die Einstellung des Kfz-Haftpflichtversicherers zum Ausdruck kommt, dass die Schadensregulierung endgültig abgeschlossen ist, beendet die Hemmung der Verjährung gemäß § 3 Nr. 3 Satz 3 PflVG auch für die in diesem Vergleich vorbehaltenen Ansprüche auf Ersatz erst in der Zukunft möglicher materieller Schäden, soweit diese von der Anspruchsanmeldung umfasst sind. BGH, Urteil vom 29. Januar 2002 - VI ZR 230/01 - Oberlandesgericht München, Landgericht Ingolstadt.

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Bundesgerichtshof, Urteil vom 27. März 2001, Az.: VI ZR 12/00

Zusammenfassung: Haben die Parteien eines Teilungsabkommens eine  Ausschlussfrist vereinbart, nach der Ansprüche nur geltend gemacht werden können, wenn sie innerhalb von drei Jahren seit Kenntnis vom Schadensfall angemeldet worden sind, so kann es für den Beginn der Frist auf die Kenntnis der Mitarbeiter der für Regresse zuständigen Abteilung der Körperschaft anstelle derjenigen der Leistungsabteilung ankommen. BGH, Urteil vom 27. März 2001 - VI ZR 12/00 - Oberlandesgericht Frankfurt, Landgericht Frankfurt.

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