Gerichtsurteile: Reparaturkosten KFZ über Wiederbeschaffungswert

  

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 26. Mai 2009, Az.: VI ZB 71/08

Zusammenfassung: Im Falle einer vollständigen und fachgerechten Reparatur eines Fahrzeugschadens, der über dem Wiederbeschaffungswert, aber innerhalb der 130 %-Grenze liegt, wird der Anspruch des Geschädigten auf Ersatz der den Wiederbeschaffungsaufwand übersteigenden Reparaturkosten im Regelfall nicht erst sechs Monate nach dem Unfall fällig.

Weiterlesen: Bundesgerichtshof, Beschluss vom 26. Mai 2009, Az.: VI ZB 71/08

Bundesgerichtshof, Urteil vom 22. April 2008, Az.: VI ZR 237/07

Zusammenfassung: Der Geschädigte kann auch nach einer vollständigen und fachgerechten Reparatur zum Ausgleich eines Fahrzeugschadens, der den Wiederbeschaffungswert um nicht mehr als 30 % übersteigt, Reparaturkosten im Regelfall nur verlangen, wenn er das Fahrzeug nach dem Unfall sechs Monate weiter nutzt. BGH, Urteil vom 22. April 2008 - VI ZR 237/07 - LG Duisburg - AG Oberhausen.

Weiterlesen: Bundesgerichtshof, Urteil vom 22. April 2008, Az.: VI ZR 237/07

Bundesgerichtshof, Urteil vom 13. November 2007, Az.: VI ZR 89/07

Zusammenfassung: Der Geschädigte, der Ersatz des Reparaturaufwands über dem Wiederbeschaffungswert verlangt, bringt sein für den Zuschlag von bis zu 30% ausschlaggebendes Integritätsinteresse regelmäßig dadurch hinreichend zum Ausdruck, dass er das Fahrzeug nach der Reparatur für einen längeren Zeitraum nutzt. Im Regelfall wird hierfür ein Zeitraum von sechs Monaten anzunehmen sein, wenn nicht besondere Umstände eine andere Beurteilung rechtfertigen.

Weiterlesen: Bundesgerichtshof, Urteil vom 13. November 2007, Az.: VI ZR 89/07

Bundesgerichtshof, Urteil vom 27. November 2007, Az.: VI ZR 56/07

Zusammenfassung: Der Geschädigte kann zum Ausgleich eines Fahrzeugschadens, der den Wiederbeschaf-fungswert um nicht mehr als 30% übersteigt, Reparaturkosten über dem Wiederbeschaffungsaufwand (Wiederbeschaffungswert minus Restwert) auch bei vollständiger und fachgerechter Reparatur im Regelfall nur verlangen, wenn er das Fahrzeug nach dem Unfall sechs Monate weiter nutzt (im Anschluss an das Urteil vom 13. November 2007 - VI ZR 89/07 - z.V.b.).

Weiterlesen: Bundesgerichtshof, Urteil vom 27. November 2007, Az.: VI ZR 56/07

Bundesgerichtshof, Urteil vom 10. Juli 2007, Az.: VI ZR 258/06

Zusammenfassung: Liegen die (voraussichtlichen) Kosten der Reparatur eines Kraftfahrzeugs mehr als 30 % über dem Wiederbeschaffungswert, so ist die Instandsetzung in aller Regel wirtschaftlich unvernünftig und der Geschädigte kann vom Schädiger nur die Wiederbeschaffungskosten verlangen (Bestätigung des Senatsurteils BGHZ 115, 375).

Weiterlesen: Bundesgerichtshof, Urteil vom 10. Juli 2007, Az.: VI ZR 258/06

Bundesgerichtshof, Urteil vom 15. Februar 2005, Az.: VI ZR 172/04

Zusammenfassung: Übersteigt der Kraftfahrzeugschaden den Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs, können dem Geschädigten Reparatur-kosten, die über dem Wiederbeschaffungsaufwand des Fahrzeugs liegen, grundsätzlich nur dann zuerkannt werden, wenn diese Reparaturkosten konkret angefallen sind oder wenn der Geschädigte nachweisbar wertmäßig in einem Umfang repariert hat, der den Wiederbeschaffungsaufwand übersteigt. Anderenfalls ist die Höhe des Ersatzanspruchs auf den Wiederbeschaffungsaufwand beschränkt.

Weiterlesen: Bundesgerichtshof, Urteil vom 15. Februar 2005, Az.: VI ZR 172/04

Bundesgerichtshof, Urteil vom 15. Februar 2005, Az.: VI ZR 70/04

Zusammenfassung: Ersatz von Reparaturaufwand bis zu 30% über dem Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs kann nur verlangt werden, wenn die Reparatur fachgerecht und in einem Umfang durchgeführt wird, wie ihn der Sachverständige zur Grundlage seiner Kostenschätzung gemacht hat (Fortführung des Senatsurteils BGHZ 154, 395 ff.).

Weiterlesen: Bundesgerichtshof, Urteil vom 15. Februar 2005, Az.: VI ZR 70/04